abZ & DIBt

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) - umgangssprachlich oft auch DIBt-Zulassung genannt - wird vom Deutschen Institut für Bautechnik für alle Anschlageinrichtungen und Absturzsicherungen verlangt, die zum dauerhaften Verbleib am Gebäude gedacht sind. Solche Einrichtungen sind gemäß DIBt Bestandteil des Gebäudes. Betroffen sind Personenanschlagpunkte ebenso wie Seilsicherungssysteme und Schienensicherungssysteme. Sicherheitsdachhaken sind von der Regelung bisher allerdings ausgenommen. Mit der Zulassung soll die Zuverlässigkeit der Verbindung zum Montageuntergrund gewährleistet werden. Soweit Anschlageinrichtungen nicht über eine bauaufsichtliche Zulassung verfügen, dürfen diese nur dann montiert werden, wenn eine Zustimmung im Einzelfall vorliegt. Diese muss bei zuständigen Bauamt beantragt werden.

Anschlageinrichtungen mit abZ

Mittlerweile ist eine große Auswahl an zugelassenen Anschlageinrichtungen verfügbar. Dies gilt für Personenanschlagpunkte (Sekuranten) ebenso wie für überfahrbare Seilsicherungssysteme. Zu erkennen sind zugelassene Absturzsicherungen am Ü-Zeichen (Abkürzung für Übereinstimmungszeichen), das sich auf dem Produkt befinden muss. Dieses Zeichen bestätigt die Konformität – also die identische Bauweise und Materialzusammensetzung – der verbauten bzw. zu verbauenden Anschlageinrichtung mit der vom DIBt zugelassenen.

Eine Zulassung für mehrere Sekuranten

In der Regel wird jedem Hersteller eine Zulassung erteilt, in der alle zugelassenen Produkte aufgeführt sind. Dabei wird auch die geprüfte und zugelassene Montagevariante dokumentiert. Die Installation hat gemäß dieser Montage zu erfolgen, damit die abZ ihre Gültigkeit behält. Die Zulassung ist frei zugänglich und wird dem Gebäudeeigner vorgelegt, Kürzungen oder Auszüge aus der Zulassungen sind dabei strikt untersagt. Für eine höhere Transparenz stellen einige Unternehmen die abZ auch auf ihrer Website zur Verfügung.

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