Allgemeine Fachbegriffe

Sicherheits- und Gesundheitsschutz-koordinator

Der Einsatz eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators (SiGeKo) auf Baustellen ist laut § 3 der BaustellV (Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen) dann notwendig, wenn Beschäftigte mehrerer Unternehmer (Gewerke) auf der Baustelle tätig werden. Obwohl er vom Bauherrn bestellt wird, hat der SiGeKo den Baufirmen gegenüber allerdings kein Weisungsrecht. Die einzige Ausnahme stellt die sogenannte „Gefahr im Verzug“ dar.

Aufgabenkreis des SiGeKo

Der SiGeKo bestimmt die erforderlichen Maßnahmen zum Arbeitsschutz, koordiniert deren Umsetzung und Einhaltung. Grundlage der Beratungstätigkeit des Koordinators ist die Umsetzung des § 4 Arbeitsschutzgesetz in der Planungs- und Ausführungsphase des Bauvorhabens. Die Aufgaben des SiGeKo richten sich nach den Regeln zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB). Zu den wichtigsten Aufgaben gehört unter anderem die Erstellung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplans (SiGe-Plan). Dieser enthält individuelle erarbeitete Richtlinien und Hinweise, die gemäß dem Arbeitsschutzgesetz gewährleisten sollen, dass die Sicherheit und Gesundheit der beschäftigten Bauarbeiter nicht gefährdet wird. Die Absturzsicherung von Personen ist dabei ein wichtiger Faktor, ebenso aber auch die Sicherung der Baustelle nach außen.

Fortbildung zum SiGeKo

In den RAB sind folgende Fachkenntnisse beschrieben, nach denen eine Person als „geeigneter Koordinator“ eingestuft wird: baufachliche Kenntnisse, arbeitsschutzfachliche Kenntnisse, Koordinatorenkenntnisse und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Grundlage ist zudem in jedem Fall ein erfolgreich abgeschlossener Kurs, über den der Teilnehmer abschließend ein Zertifikat erhält. Ohne eine entsprechende Fortbildung inklusive Nachweis dürfen Personen nicht als SiGeKo tätig werden.

Mehr zum Thema
keyboard_arrow_up